Kurzrezension: Einfach fliegen

Einfach fliegen - Martina Sahler

Beschreibung bei Lovelybooks:
Eigentlich könnte Kristin mit ihrem Leben zufrieden sein: In der Schule läuft es gut und ihr Liebesleben lässt wirklich nichts zu wünschen übrig. Doch Kristin will mehr. Genauer gesagt, will sie Schriftstellerin werden. Aber ihre Familie und ihr Freund Stefan befürchten eher, dass sie den Boden unter den Füßen verliert. Nur Henry, der Vater ihrer Freundin Ines und als Verleger selbst ein Büchermensch, versteht sie. Er zeigt Kristin, dass ihre Träume keine Luftschlösser sein müssen. Immer wieder versetzt sie Stefan, um mit Henry über Bücher und das Schreiben zu reden. Diese Treffen sind für Kristin ungeheuer beflügelnd. Bis es zu einer schmerzhaften Bruchlandung kommt

Inhalt in einem Satz:
"Einfach fliegen" erzählt von grossen Träumen, dem Willen, sie gegen allen Widerstand zu verwirklichen, von Familien und richtig guten Freunden.

Meine Meinung:
Das Cover und auch die ganze Aufmachung vermitteln meiner Meinung nach den Eindruck, als würde es sich hier um ein Jugendbuch für zwölf- bis vierzehnjährige handeln und als wären auch die Protagonisten nicht älter. Kristin ist aber schon bald volljährig, geniesst ein erfülltes Liebesleben mit ihrem Stefan und muss Entscheidungen treffen, welche ihre weitere Zukunft beeinflussen. Sie lebt zusammen mit drei Geschwistern und ihrer taxifahrenden Mutter in einer kleinen Wohnung am Existenzminimum und trägt mit ihrem Babysitterlohn zum Familieneinkommen bei.
Eigentlich möchte sie aber Schriftstellerin werden und neben den regelmässigen Besuchen in der Bibliothek, bei denen sie sich mit Vorlesebüchern für die Kleinen und Lesestoff für sich eindeckt, schreibt sie bereits viele Kurzgeschichten. Ihre Mutter würde es allerdings lieber sehen, wenn sie das Gymnasium verlassen, sich einen Job suchen und bald einen Mann anlachen würde.
Ihr Leben, ihre nicht ganz einfache Familiensituation und ihre immer kompliziertere Beziehung zu Stefan werden sehr eindringlich und ansehlich beschrieben und die Konflikte, in die sie nach und nach gerät, scheinen realistisch und nachvollziehbar.
Der Schreibstil ist leicht und trotzdem fesselnd und nebenbei werden noch verschiedenste Hintergrundinformationen zum Verlagswesen und der Buchbranche vermittelt. Schade nur, dass die Bücher, welche Kristin mit Henry bespricht, nicht namentlich genannt werden.

Meine Empfehlung:
Dieses Jugendbuch vermittelt Selbstsicherheit und die Überzeugung, immer an den eigenen Träumen festzuhalten und sie in Ziele zu verwandeln. Zudem ist es sehr anschaulich und flüssig geschrieben und beinhaltet ganz viel Liebe zu Büchern, was will man mehr?

Zusätzliche Infos:
Titel: Einfach fliegen
Autorin: Martina Sahler wurde 1963 in Leverkusen geboren. Die Autorin hat zunächst als Journalistin bei der Kölner Rundschau und anschließend als Lektorin bei Bastei Lübbe gearbeitet. Dann entschied sie sich noch für ein geisteswissenschaftliches Studium. Seitdem ist Martina Sahler als freiberufliche Autorin und Lektorin tätig. Im Juli 2013 erschien ihr aktueller historischer Roman im Taschenbuch.
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband: 221 Seiten
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 16.07.2007
ISBN: 978-3-522-17887-7 

Mitleser gesucht: gemütliches Lese-Miteinander am Dienstag, 25.7.17

Hallo ihr Lieben

Bevor es für mich nächste Woche in den Urlaub geht, möchte ich vorher noch ein wenig mit euch lesen und meine Juli-Ziele erreichen. Am 27.7. fliege ich nämlich ab und bis dann will ich alle angefangenen Bücher beendet haben, meine Juli-Statistik tippen und schon mit einem seeehr dicken Buch beginnen, das ich sicher erst im August beenden kann. Deshalb möchte ich mir vorher noch ein wenig Lesezeit verschaffen :-)

Wer liest mit mir mit?

Ich starte am Dienstag, 25.7. um 18.00 Uhr zum Thema Urlaub und würde mich über ganz viele Mitleser freuen.

Hinterlasst euren Link unter diesem Post oder direkt unter dem Startpost am Dienstag und es kann losgehen.

Alles Liebe euch
Livia

Gemeinsam Lesen, 18.7.17

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
Hallo ihr Lieben

Nachdem ich gestern und heute Blut geschwitzt und Tränen vergossen habe beim Erstellen des Stundenplans für meine Querflötenschülerinnen (respektive beim Austausch mit überforderten Eltern, welche meine Arbeit nicht wertschätzen und das Gefühl haben, dass sie überall mitbestimmen können, nur weil sie für den Musikunterricht bezahlen), gönne ich mir nun eine kurze Auszeit, bevor die weiteren Punkte auf meiner "vor-dem-Urlaub-noch-zu-erledigen-Liste" abgehakt werden. Wann es losgeht und wohin es geht, werde ich euch dann noch bei Gelegenheit in einem eigenen Post verraten.
Wie könnte man aber besser kurz Pause machen, als mit der Aktion Gemeinsam Lesen?

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich beginne heute Abend auf dem Balkon mit "Sommersterne" von Debbie Macomber, starte also ganz vorne.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Hätte mir jemand vor zwei Jahren prophezeit, mir werde dereinst in dem kleinen Küstenort Cedar Cove ein Bed&Breakfast gehören, dann würde ich ihn ausgelacht haben.

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Sommersterne/Debbie-Macomber/Blanvalet-Taschenbuch/e477259.rhd

Sommersterne - Debbie Macomber

Beschreibung des Verlages:
Wer Nora Roberts mag, wird Debbie Macomber lieben!
Es ist Sommer geworden im Städtchen Cedar Cove. Jo Marie Rose, die Besitzerin des Rose Harbor Inn, verbringt die meiste Zeit im Garten – zusammen mit Mark Taylor, der ihr bei der Instandhaltung zur Hand geht. Und obwohl sie allen, und auch sich selbst, versichert, dass Mark nur ein Freund ist – sie muss ständig an ihn denken. Auch ihre Gäste haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen: Ellie Reynolds ist in Cedar Cove, um sich mit einem Mann zu treffen, der ihr gehörig den Kopf verdreht hat. Maggie und Roy Porter wollen ihren Urlaub nutzen, den Funken zurück in ihre Ehe zu bringen. Was werden die lauen Nächte für sie alle bereithalten?



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Bereits die ersten beiden Bände der Reihe haben mich in das romantische Cedar Cove entführen und mit der wunderbaren Protagonistin und dem märchenhaften Schreibstil überzeugen können und nun möchte ich natürlich sehr, sehr gerne wissen, wie die Geschichte um Jo Marie Rose weitergeht.
Ausserdem bin ich schon sehr gespannt auf die Beschreibungen des Sommers in Cedar Cove. Die Schilderungen der anderen Jahreszeiten, vor allem des Winters, haben mir nämlich sehr gut gefallen und ich kann es übrigens auch schon fast nicht mehr erwarten, dass der Herbst, meine liebste Jahreszeit, bald darauf folgen wird. Unten habe ich euch übrigens noch meine anderen Rezensionen aufgelistet.

Rose Harbour-Reihe:
2. Frühlingsnächte
3. Sommersterne
4. Wolkenküsse
5. Herbstleuchten
6. Rosenstunden

4. Wer hat dir schon mal ganz überraschend einen Bücherwunsch erfüllt? (Frage von Giselas Bücher)
Normalerweise bekomme ich nur Bücher geschenkt, die ich mir vorher ausdrücklich gewünscht habe und innerhalb der Familie werden oft nur die aktuellsten Krimis verschenkt, weil wir uns die nie selber kaufen.
Mein Liebster hat mir allerdings 2012 den Schuber von "Die Tribute von Panem" geschenkt, was ein von mir einmal in einem Nebensatz geäusserter Gedanke bezüglich baldiger Neuerscheinungen war. Irgendwie hat er sich dies gemerkt, mir den Schuber gekauft, fast ein halbes Jahr lang hoffen müssen, dass ich mir die Bücher nicht selber kaufe und mich dann an Weihnachten damit überrascht. Perfekt gelungen und ich habe mich riesig gefreut :-)

Wer erfüllt eure geheimen Bücherwünsche und was lest ihr gerade?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare und ich komme spätestens morgen auf einen Gegenbesuch vorbei.

Ganz liebe Grüsse euch
Livia

Rezension: Die Sturmschwester

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Sturmschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e470965.rhd 
Die Sturmschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
1. Die sieben Schwestern
2. Die Sturmschwester
3. Die Schattenschwester
4. Die Perlenschwester

Beschreibung des Verlages: 
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...

Meine Meinung:
Sicher erinnert ihr euch noch an meine Begeisterung über den ersten Band der Reihe "Die sieben Schwestern". Ich habe ihn damals mit Janine in einer Blogleserunde gelesen und dabei eine neue Welt für mich entdeckt. Eigentlich wollten wir auch diesen zweiten Band zusammen lesen, aber leider habe ich vom Verlag dann kein Rezensionsexemplar mehr erhalten und musste mich buchkauftechnisch so oder so einschränken und als dann in der Bloggerwelt die ersten nicht mehr ganz so begeisterten Reaktionen auftauchten, wollte ich das Buch auch gar nicht mehr lesen. Vorerst.
Zum Glück habe ich es mir trotzdem gekauft und es hat mir vom Aufbau her wieder sehr gut gefallen. In der Gegenwart wird die Seglerin Ally beschrieben, die mir persönlich sofort sympathisch und die Pa Salt mit ihrer Leidenschaft zum Segeln wohl auch am ähnlichsten war.
In der Vergangenheit erfahren wir die Geschichte der fiktiven Figur Anna Landvik, der Sängerin, welche Solvejg in der Uraufführung von "Peer Gynt" ihre Stimme geliehen hatte, einer unterjochten, von Selbstzweifeln zerfressenen Frau mit einem magischen Talent zum Singen.
Ausnahmsweise einmal hat mir die Handlung in der Gegenwart besser gefallen, als die Handlung in der Vergangenheit. In der Gegenwart reist Ally nämlich nach Norwegen, um ihre Wurzeln zu suchen und Abstand zu gewinnen von ihrem Leben in Genf und auf den Weltmeeren.
Persönlich kann ich nachvollziehen, dass Rileys Frauenfiguren in ihren Zeitsträngen, welche in der Vergangenheit spielen, sehr unterwürfig sind. Sie zeichnet damit ein damals übliches Frauenbild, das uns heutigen Frauen zum Glück aufwühlt und auf die Palme bringt. Dennoch erkenne ich in ihrer Geschichte über Anna auch einen naiven Glauben daran, dass man sich auch in einer gescheiterten Ehe und Beziehung treu sein soll, um wirklich glücklich zu werden, was ich so auch als der damaligen Zeit nicht entsprechend empfinde.
Zudem habe ich einen weiteren Kritikpunkt, den wohl viele von euch so nicht erkannt haben: Rileys Beschreibungen des Musikerlebens entsprechen in einigen Punkten ganz klar nicht der Realität und sind schlicht schlecht recherchiert. Darauf gehe ich aber in einem weiteren Punkt ein.

Schreibstil und Handlung:
Wie bereits erwähnt unterscheiden sich die beiden Zeitstränge, in denen diese Geschichte erzählt wird, stark. Allys Gegenwart wird dabei realistischer authentischer und differenzierter dargestellt, als die Vergangenheit. Dies fordert natürlich seinen Preis und es geht deshalb sehr lange, bis Ally endlich einmal nach Norwegen aufbricht. Auch bei ihr hat ein weiteres Ereignis in der Gegenwart dazu geführt, dass sie ihre Wurzeln kennenlernen will. Und auch wenn ich verstehe, dass die sieben Schwestern direkt nach Pa Salts Tod - den ich ihm immer noch nicht abnehme - in ihrer Situation als zusammengewürfelte Adoptivfamilie vorerst kein Interesse haben, grosse Nachforschungen anzustellen, warte ich noch auf die Schwester, die sich ohne weitere persönliche Krise, sondern einfach aus Neugier in dieses Abenteuer der Suche nach der Vergangenheit stürzt. Aber wer weiss, vielleicht benötigt man eine Krise, um sein aktuelles Leben pausieren lassen zu wollen, ansonsten würde man es ja wohl einfach glücklich weiterleben.
Zumindest inhaltlich war dieses Buch aber sehr schlüssig. Und auch wenn ich einzelne Fehler in den Recherchen gefunden habe, so hat Lucindy Riley einen sehr guten Job gemacht, was Griegs und Ibsens Leben, Werk und Zusammenarbeit anbelangt. Vor allem aber hat mich ihr Schreibstil einmal mehr überzeugt und mich über einzelne Längen und Aufreger hinweggetragen. Ausserdem hat Lucinda Riley uns Leserinnen und Lesern wieder einige Rätsel und mögliche Antworten präsentiert, was mir grossen Spass gemacht hat, wenn auch die letzten zweihundert Seiten leider sehr vorhersehbar waren.

Das Musikerleben und Grieg in "Die Sturmschwester":
Vor einem Jahr habe ich mich für meine Masterarbeit intensivst mit Grieg und Ibsen und ihren Werken, vor allem aber der Peer Gynt Suite und ihrer Einbettung in den Instrumentalunterricht befasst. Deshalb wage ich zu behaupten, dass Grieg mir alles andere als fremd ist. Nur einmal möchte ich deshalb klarstellen, dass Edvard Grieg damals nur sehr widerwillig die Schauspielmusik zum Stück "Peer Gynt" von Henrik Ibsen komponiert hat. Ihm waren die Szenen zu deftig, plump und plakativ. Genau so gesellschaftskritisch und zugleich kitschig und oberflächlich ist dann seine Musik dazu ausgefallen. Diese Musik, deren bekannteste Werke in den zwei Peer Gynt Suiten für Orchesterbesetzung zusammengefasst wurden. In einer anderen Reihenfolge als im Schauspiel.
Ich denke, dass dies nicht allen Leserinnen und Lesern von "Die Sturmschwester" klar geworden ist und klar wird, weil Riley dies auch nicht wirklich ausdrücklich erwähnt und auch das nicht einfache Verhältnis zwischen Ibsen und Grieg, sowie zwischen Grieg und seinen Peer Gynt Suiten, die er für grässlich überzogen hielt, total aussen vor lässt. Dies hätte meiner Meinung nach einiges relativiert. "Die Morgenstimmung" hat übrigens nichts mit der fiktiven Anna Landvik zu tun. Wer sich vorstellen will, wie Anna geklungen haben könnte, wenn es sie denn gegeben hätte, soll sich bitte "Solvejgs Lied" und "Solvejgs Wiegenlied" anhören.

Einzelne falsch oder unklar recherchierte Details nun in der Übersicht:
  • Als Ally auf den Pianisten Willem trifft, erinnert es sich daran, von ihr die "Sonate für Flöte und Klavier" gehört zu haben. Es gibt hunderte Sonaten für Flöten und Klavier und erst viele Seiten später wird klar, dass er die Sonate für Flöte und Klavier von Francis Poulenc meint, welche allerdings nicht unter dem alleinigen Namen "Sonate für Flöte und Klavier" bekannt ist, sondern nur mit Nennung des Komponisten klar identifiziert werden kann
  • Ich kenne wirklich viele Flötistinnen und nur zwei, die - wenn auch ganz selten - bei einem Konzert Lippenstift auftragen. Muss ich mehr zur Ironie von Querflöte und Lippenstift bei der Hitze von Scheinwerferlicht und in stetiger Bewegung sagen?
  • Auch setzt Ally ihre Flöte an die Lippen. What? Das ist ja genau das Problem, habt ihr schon einmal eine Querflöte an einer Lippe gesehen? Da geschieht vieles, aber ein Klang wird nicht erzeugt. Unser Problem ist ja genau, dass dieses sehr instabile Instrument dann auch noch am Kinn "haften" sollte
  • Ein Konzertpianist, der vor allem als Solist tätig ist, schliesst sich eigentlich keinem Orchester an, sondern wird für jedes Konzert als Solist neu gebucht. In vielen sinfonischen Werken gibt es auch diese eine Flügelpassage, die so unendlich schwer zu spielen ist, während der Orchesterpianist während des restlichen Werks als Orchestermusiker fungiert. Diesen Job kriegt aber nie ein Solist (abgesehen davon würde ein Klaviervirtuose nie in einem Orchester mitwirken), der tourt ja mit Solokonzerten. Dies macht dann ein Orchesterpianist. Gleiches Instrument, verschiedene Funktionen, verschiedene Personen
  • Genau so, wie ein Klaviervirtuose nie in einem Orchester mitspielt, wird man nicht einfach für eine Orchesterstelle angefragt. Dieser Schnitzer hat mich fast am meisten geärgert. Er suggeriert, dass es reicht, durch die richtigen Kontakte an Stellen zu kommen, für die sich sonst hunderte Menschen in den Fuss schiessen würden. Erst nach einem komplizierten Aufnahmeverfahren, wo mit härtesten Bandagen gekämpft wird, kann ein Musiker nämlich mit viel Können und dem nötigen Quäntchen Glück eine Orchesterstelle gewinnen.

Meine Empfehlung:
Trotz einiger Längen, Rechercheschnitzern und einer gewissen Vorhersehbarkeit, empfehle ich diesen zweiten Band der Reihe gerne weiter. "Die Stumschwester" überzeugt mit magischen Landschaften auf hoher See und in Norwegen, der sympathischen Protagonistin Ally, mit einem grandiosen Schreibstil und einem fantastisch durchdachten Plott, der sich durch diese sieben Bände zieht und hoffentlich dann mit einem Paukenschlag endet. 

Weiterführende Literatur (ein Klick aufs Bild führt zu meiner jeweiligen Rezension):
 http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2015/10/kurzrezension-edvard-grieg.html http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2015/12/kurzrezension-edvard-grieg-biografie.html http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2015/10/rezension-peer-gynt.html

Zusätzliche Infos: 
Titel: Die Sturmschwester
Originaltitel: The Storm Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 576 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen: 09.11.2015
ISBN: 978-3-442-31395-2 

Rezension: Die Frau mit dem roten Tuch

Die Frau mit dem roten Tuch - Jostein Gaarder

Beschreibung des Verlages:
Spannend und philosophisch
Was ist die Welt? Was ist ein Mensch? Als Studenten waren Solrun und Steinn ein Liebespaar. Sie lebten zusammen und unternahmen Ausflüge, wenn Solrun wieder einmal traurig war. Dann bringt ein rätselhafter Unfall die beiden auseinander: Haben sie die geheimnisvolle Frau mit dem roten Schultertuch bei einem ihrer Ausflüge überfahren? Erst Jahrzehnte später werden sie sich der Frage möglicher Schuld stellen ...

Meine Meinung:
"Ich frage: Was ist die Welt, Steinn? Was ist ein Mensch? Und was ist dieses Sternenabenteuer, in dem wir als kleine Zauberperlen aus Bewusstsein herumschwimmen?"
S. 92

Dieser Roman ist ein Brief-, respektive E-Mail-Roman. Dies kann man mögen oder nicht, mir sagt es allerdings sehr zu.
In "Die Frau mit dem roten Tuch" prallen zwei Welten aufeinander. Solrun, Mutter und Ehefrau, liebenswürdig, gläubig und sehr intelligent, sieht ein rätselhaftes Ereignis aus der Vergangenheit komplett anders als der belehrende, intolerante Naturwissenschaftler Steinn. Verständlich also, dass ihre damalige Jugendliebe zerbrochen ist, als eben genau dieses Rätsel, dieses Geheimnis in ihr Leben getreten ist.
Hier geht es aber um viel mehr, als diese sonderbare Geschichte. Es geht darum, andere Meinungen stehen zu lassen, sich einzufühlen, zu versuchen, die Wahrnehmung seiner Mitmenschen nachzuvollziehen und vor allem um diese Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht immer erklärt werden können und wollen. Ist es wichtig, recht zu haben? Ist es wichtig, andere Menschen von seinem Standpunkt zu überzeugen? Oder ist es nicht viel wichtiger, offen zu sein für andere Ansichten, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind und sich auf das Mystische und Rätselhafte einzulassen? Ist das Leben nicht viel zu kurz, um stur zu beharren, die Ansichten eines Menschen wichtiger zu werten als seine Charaktereigenschaften und die Zeit mit den Liebsten mit sinnlosen Diskussion zu verschwenden?
Dieses Buch zeigt mögliche Antworten auf diese und weitere Fragen auf. Es stellt aber vor allem auch die Frage nach Sinn und Unsinn des Ausspielens von Spiritualität und Ratio. Ist es also möglich, dass jeder noch so absurde Glaube einem Menschen gelassen werden soll, wenn er diesem Menschen hilft? Denn obwohl ich inhaltlich aus einer guten Mischung zwischen Solruns und Steinns Ansichten bin, so verurteile, ja verabscheue ich zutiefst Steinns rechthaberische und arrogante Art.

Schreibstil und Handlung:
Mitreissend und immer fesselnder kommen die spirituelle, sehr beliebte und einfühlsame Solrun und der sehr rationale, arrogante und belehrende Steinn einander nach Jahren der Funkstille wieder näher. Einst waren sie ein Liebespaar. Nach einem rätselhaften Ereignis und aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Weltanschauungen, respektive vor allem aufgrund Steinns Intolleranz Solruns Überzeugungen gegenüber, trennten sich ihre Wege damals auf schmerzliche Weise.
Eine plötzliche Begegnung nach Jahrzehnten lässt sie wieder Kontakt zueinander aufnehmen und ihr Schweigen über die damaligen Ereignisse brechen.
Und so nähern sie sich in ihren emotionalen, philosophischen und hochinteressanten E-Mails wieder langsam einander an. Während Solrun dabei zwar gläubig und spirituell ist, bleibt sie dennoch offen für andere Anschauungen, offen für Mystik, aber auch für rationale Erklärungen.
Steinn hingegen gibt sich bestenfalls gönnerhaft und steigt nur mit einem Fuss von seinem hohen Ross herunter. Solrun schüttet also ihr Herz aus, zweifelt, hinterfragt, legt ihre Abgründe und ihren Schmerz offen und Steinn...ach Steinn. Er verbirgt sich hinter wissenschaftlichen Erklärungen und Theorien, lässt seine Gefühle lange aussen vor und legt damit offen, dass die träumende, positive Solrun wirklich besser leben kann ohne ihn, den ewigen Skeptiker und Besserwisser.
Ihr seht, ich mochte Steinn so gar nicht. Trotzdem ist er wichtig, seine Figur zeigt sehr gut auf, was dieses Buch sagen will.
Mit einem deutlichen Unterschied im Schreibstil und der Schrift wird immer klar, wer gerade "spricht", was meiner Meinung nach sehr gelungen ist. Gaardners Sprache ist tiefgründig, philosophisch und immer wieder zum Nachdenken anregend. Und so wurde ich gefesselt, mitgerissen und vom grandiosen Ende überrascht und überzeugt.

Meine Empfehlung:
"Die Frau mit dem roten Tuch" ist kein leichtes Buch. Im Gegenteil. Es liest sich zwar flüssig, regt aber zum Nachdenken an. Und vor allem das Ende und das sehr spezielle Geheimnis, das immer wieder zum Thema wird, hallten noch lange in mir nach.
Gerade deswegen aber ist dieses Buch ein aussergewöhnliches Leseerlebnis, das sich definitiv lohnt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Frau mit dem roten Tuch
Originaltitel: Slottet i Pyreneene
Autor: Jostein Gaarder, am 8. August 1952 in Oslo geboren, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in seiner Heimatstadt und unterrichtete danach zehn Jahre lang als Lehrer Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Daneben schrieb er Romane und Erzählungen für Erwachsene und Kinder. 1982 debütierte er mit der Novelle ›Katalog‹, 1986 erschien sein erster Erzählband für Erwachsene, 1987 das erste Kinderbuch. Nach seinem Welterfolg mit ›Sofies Welt‹ 1993 konzentrierte er sich ganz auf das Schreiben. ›Sofies Welt‹ wurde mittlerweile in 54 Sprachen übersetzt und wurde zu einem Weltbestseller. 1999 wurde das Buch verfilmt. Heute lebt Jostein Gaarder mit seiner Frau Siri, einer Theaterwissenschaftlerin, und seinen zwei Söhnen in Oslo.
Taschenbuch: 224 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Norwegisch
Übersetzt von: Gabriele Haefs
Verlag: dtv
Erschienen:
ISBN: 978-3-423-14058-4

Rezension: Ein Dorf zum Verlieben

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Dorf-zum-Verlieben/Dorothea-Boehme/Blanvalet-Taschenbuch/e495685.rhdEin Dorf zum Verlieben - Dorothea Böhme

Beschreibung des Verlages:
Gilmore Girls im Münsterland – charmant, witzig, herzerwärmend!
Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt …

Meine Meinung:
Das farbenfrohe Cover hat mich sofort für sich eingenommen, weshalb ich das Buch im Juni vom Bloggerportal angefragt und auch bekommen habe. Wie schon der Klappentext verrät, haben wir es mit der glücklichen Dorfbewohnerin Wanda zu tun. Sie fühlt sich wohl im Dorf, wird von allen geschätzt, führt ihre Yogakurse, welche mit wenigen Personen bereits ausgebucht sind, in einem viel zu kleinen Raum durch und verdient sich ein Zubrot, indem sie einigen anderen Dorfbewohnern beim Arbeiten unter die Arme greift. So hilft sie im  Restaurant und in der Post aus und verkauft sogar ab und zu die Waren des attraktiven Bauern Nils auf dem Markt.
Wer aber nach den ganz grossen Gefühlen und viel Tiefgang und Drams sucht, ist mit diesem Buch nicht richtig beraten. Vielmehr bekommt ihr damit aber beste, hochwertige Unterhaltung, spannende, liebevoll ausgearbeitete Figuren, ein wenig Yoga für die Seele, ein wenig Witz fürs Gemüt, eine riesige Portion Herzschmerz und eine Prise Romantik.
Ausserdem wird das idyllische Dorfleben zelebriert und sogar ein wenig auf die Schippe genommen und Wanda bekommt ihren perfekten Platz innerhalb der junggebliebenen Dorfgesellschaft, was zusätzlich zum Wohlfühlfaktor beiträgt.

Schreibstil und Handlung:
Trotz Nils in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft hat Wanda aber immer auch Richard in ihrem Kopf. Rachard, der das Dorf vor zehn Jahren verlassen und ihr dabei das Herz gebrochen, ihre Briefe ignoriert und sie aus seinem Leben verbannt hat.
Und nun kommt es natürlich zum obligaten Konflikt: Richard soll eine Urlaubsvertretung für den Dorfarzt machen und die beiden Anführerinnen der Dorfgesellschaft, Wandas verfeindete Grossmütter, schliessen sich zu einem infernalen Duo zusammen und bringen die ganze Bevölkerung gegen Richard auf. Spätestens hier wird es zum Schreien komisch. Während nämlich Wandas Oma Gertrud spiessiger, fleissiger und ihrem verstorbenen Gatten treuer nicht sein könnte, gönnt sich Oma Maggie ab und an mal einen Joint und eine grosszügige Portion Alkohol, sowie eine heisse Affäre. Bügelbluse gegen Goaparty, klar, dass es hier zu Spannungen und irrwitzigen Situationen kommt.
Aber auch die anderen Dorfbewohner werden wundervoll dargestellt, mit einem Augenzwinkern und viel Humor beschrieben und zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt. Da kommt Heimatgefühl auf.
Für die Lachmuskeln ist auf jeden Fall gesorgt und ich bin nicht nur aufgrund der eher grossen Schrift nur zu durch das Buch geflogen. Der Schreibstil ist herrlich unbeschwert, flüssig und sehr, sehr, sehr unterhaltsam. Ich habe einige Male laut gelacht und hätte gerne noch ein wenig mehr Zeit mit Wanda und "ihrem" gemütlichen Dorf verbracht. 

Meine Empfehlung:
"Ein Dorf zum Verlieben" bietet perfekte und intelligente Unterhaltung für warme Sonnenstunden aber auch Regenschauer. Die idyllische Dorfatmosphäre, Wandas rüstige Omas und die anderen liebenswerten, wenn auch ein wenig schrulligen, Dorfbewohner tragen das ihrige zu einer gelungen Mischung bei und weil auch die Prise Romantik und eine riesige Portion Humor nicht fehlen, ist dieses Buch einfach die perfekte Medizin fürs Herz.

Zusätzliche Infos:
Titel: Ein Dorf zum Verlieben
Autorin: Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn. 
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Broschur: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.02.2017
ISBN: 978-3-7341-0338-4 

Rezension: Eine Frau für alle Fälle

https://www.luebbe.de/be/ebooks/frauenromane/eine-frau-fuer-alle-faelle/id_6061926Eine Frau für alle Fälle - Laura Wagner
Ein Karibik-Krimi

Beschreibung des Verlages:
In High Heels gegen die karibische Drogenmafia
Sandy Kuczinski reist in die Karibik, um nach ihrer Oma zu suchen. Die rüstige Rentnerin ist aus dem Altersheim geflüchtet und hat sich während einer Kreuzfahrt auf die kleine Insel Dominica abgesetzt. Nun ist sie spurlos verschwunden. Doch bevor Sandy die Trauminsel überhaupt erreicht, kommt die leidenschaftliche Pumps-Trägerin bereits der Mafia in die Quere. Das sollte für sie allerdings kein Problem sein, immerhin arbeitet sie als Sekretärin in einer Detektei! Zusammen mit dem drogensüchtigen Dackel Nestor und dem äußerst attraktiven Polizisten Cuffy begibt Sandy sich auf Spurensuche unter Palmen — und muss bald nicht nur ihre Oma retten, sondern einen ganzen Drogenring sprengen ...
 Charmante Urlaubslektüre mit einer einzigartigen Heldin — schlagfertig, sympathisch und absolut planlos. Ein toller Karibik-Krimi mit viel Lokalkolorit auf der Trauminsel Dominica. Jetzt als eBook lesen und genießen. 

Meine Meinung:
Bei Lovelybooks bin ich über dieses Buch gestolpert und da ich wusste, dass ich Ende Juni/Anfang Juli sehr viel unterwegs sein würde und ein eBook gut gebrauchen könnte, habe ich mich für "Eine Frau für alle Fälle" beworben. In der sehr liebevoll von der Autorin betreuten Leserunde habe ich dieses unterhaltsame aber nicht weiter aufsehenerregende Buch gelesen und mich mit meinen Mitlesern ausgetauscht. Das ePUB wurde von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke.
Sandy hat mir als Protagonistin anfangs gut gefallen. Nur leider verliert sie gegen Ende mehr und mehr ihre Würde und ihre Selbstbestimmtheit, wird als blondes Naivchen dargestellt und begibt sich in eine zu traditionelle, veraltete Frauenrolle hinein, die ihr wirklich nicht gestanden hat und die sie auch nicht nötig gehabt hätte.
Ausserdem ist die Handlung ein wenig entartet und die so guten Anlagen von Sprache und Grundidee verpufften aufgrund der übertriebenen Entwicklungen im letzten Drittel des Buches. Schade, schade, schade. Der unglaublich witzige Schreibstil, der mich einige Male laut hat lachen lassen, hat dies dann aber nicht mehr wettmachen können.

Schreibstil und Handlung:
Die Idee zu diesem Buch hat mir sehr gut gefallen. Auch fand ich einige der Figuren schön ausgearbeitet. Vor allem der Polizist Cuffy mit seiner ein wenig verstockt-charmanten aber bestimmten Art und die herzensgute und mutige Marla, welche Sandy bald zur linken und rechten Hand werden, haben mich für sich einnehmen können.
Die Erzählsprache kam leicht und locker, aber natürlich auch sehr oberflächlich daher, hat aber für einige Lacher sorgen können.
Nur die Handlung entwickelte sich immer absurder und die einzelnen Enden und Erzählstränge wurden fast mit Gewalt wieder vereint, was so gar nicht hätte sein müssen und einfach nicht mehr zusammengepasst hat. Eigentlich wäre alles da gewesen und Laura Wagner hätte einfach ein wenig vorsichtiger dosieren und abwägen müssen, dann wäre dieses Buch wirklich ein unterhaltsames Lesevergnügen für den Strand geworden.

Fazit:
Die leichte Erzählsprache, die (irr-)witzige Handlung und die skurrilen Figuren sorgen für beste, wenn auch sehr oberflächliche Unterhaltung. Nur leider wiederholen sich die Witze mit der Zeit ein wenig, die Protagonistin wird zu naiv dargestellt und die Handlung wird konstruiert und konstruierter. Da wäre weniger mehr gewesen, weshalb ich dieses Buch eher nicht weiterempfehlen möchte.

Zusätzliche Infos:
Titel: Eine Frau für alle Fälle
Autorin: Laura Wagner, geboren 1981 in Essen, studierte Film, Medien und Theater in Frankfurt am Main und Bochum sowie Drehbuchschreiben an der Filmhochschule Lissabon. Seit 2008 arbeitet sie beim Fernsehen, mit Stationen in Düsseldorf, Köln, München und Berlin, und schreibt für verschiedene Serien. „Eine Frau für alle Fälle“ ist ihr erster Roman.
Sprache: Deutsch
ePUB: 241 Seiten 
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 01.05.2017
ISBN: 978-3-7325-3497-5

Lese-Statistik Juni 2017

Guten Morgen miteinander

Der Juni war ein sehr guter Buchmonat. Vor allem für meinen SuB. Ich kann zwar nicht mit vielen von euch mithalten, habe aber für meine Verhältnisse ziemlich viel gelesen und vor allem auch ein Buch abgebrochen, das mir wirklich nicht gefallen hat.

Ich hoffe, dass ich mich im Juli ein wenig erholen, tatsächlich auch Ferien machen und vielleicht noch ein wenig mehr lesen kann. Vor allem freue ich mich auf die verschiedenen Geschichten, Länder und Personen, in die ich mich hineinlesen darf.

Die Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher:7
Gelesene Seiten: 2345
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 78.17 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 184
Aktueller SuB: 178
Differenz: - 6 

Und das habe ich gelesen (ein Klick aufs Bild führt zu weiteren Infos):
https://www.piper.de/buecher/der-sommer-in-dem-es-zu-schneien-begann-isbn-978-3-492-06012-7 http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2017/06/rezension-mit-dem-kuhlschrank-durch.html https://www.randomhouse.de/Buch/Mein-bester-letzter-Sommer/Anne-Freytag/Heyne-fliegt/e481955.rhd#info https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Fruehstueck-mit-Meerblick/Debbie-Johnson/Heyne/e515363.rhd https://www.droemer-knaur.de/buch/9047775/bleiben https://www.lovelybooks.de/autor/Vincent-Overeem/Misfit-235650077-w/


Und hier findet ihr meine Rezensionen im Überblick:
Der Sommer, in dem es zu schneien begann - Lucy Clarke   (400 Seiten)
Mit dem Kühlschrank durch Irland - Tony Hawks   (384 Seiten)
Mein bester letzter Sommer - Anne Freytag   (368 Seiten)
Vendetta, die Rache der Anna Pizzo - Katja Montejano   (220 Seiten)
Frühstück mit Meerblick - Debbie Johnson   (432 Seiten)
bleiben - Judith W. Taschler   (256 Seiten)
Misfit - Vincent Overeem   (236 Seiten)


 



Abgebrochen habe ich:
Von 211 Seiten habe ich 49 gelesen und zur Abbruchrezension kommt ihr HIER





Welche meiner Bücher kennt ihr schon? Wie haben sie euch gefallen?

Ich wünsche euch einen erholsamen Sonntag und grüsse euch lieb
Livia

Neuzugänge Juni 2016

Guten Morgen, liebe Lesesüchtigen

Der Juni war ein sehr erfolgreicher Monat für mich. Vor allem in den letzten Tagen des Monats habe ich so viele Bücher gelesen und eines abgebrochen und aussortiert, dass mein SuB trotz meiner Inkonsequenz beim Thema "Neuzugänge", vor allem aber meiner Inkonsequenz beim Thema "Rezensionsexemplare", geschrumpft ist :-)

Diese Bücher sind im Juni bei mir eingezogen (ein Klick aufs Bild führt zum Verlag):

https://www.luebbe.de/be/ebooks/frauenromane/eine-frau-fuer-alle-faelle/id_6061926 
Eine Frau für alle Fälle - Laura Wagner

Eigentlich habe ich Lovelybooks ja schon länger nicht mehr regelmässig besucht. Weil ich aber nach meiner letzten Leserunde zum Buch "Katzenglück und Dolce Vita" bei Lovelybooks gleich noch über dieses Buch stolperte und wusste, dass ich sehr viel unterwegs sein würde und ein eBook gut gebrauchen könnte, habe ich mich für "Eine Frau für alle Fälle" beworben. In der von der Autorin betreuten Leserunde habe ich dieses unterhaltsame Buch gelesen und mich mit meinen Mitlesern ausgetauscht und freue mich nun noch auf die letzten paar Kapitel.


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Dorf-zum-Verlieben/Dorothea-Boehme/Blanvalet-Taschenbuch/e495685.rhd

Ein Dorf zum Verlieben - Dorothea Böhme

Eigentlich wollte ich mich ja bei den Rezensionsexemplaren sehr, sehr, sehr zurückhalten. Nur leider ist mir dies definitiv gar nicht gelungen. "Ein Dorf zum Verlieben" hat mir vom Cover her so gut gefallen und ich wollte einfach wieder einmal einen richtig kitschigen Liebesroman lesen, dass ich dieses Buch einfach beim Bloggerportal anfragen musste. Irgendwie ist ja der Sommer bei mir immer sehr geprägt von jeglichen Liebesromanen, die ich nur finden kann und ich bin sehr gespannt darauf, dieses Buch mit dem farbenfrohen Cover bald zu lesen.



https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Fruehstueck-mit-Meerblick/Debbie-Johnson/Heyne/e515363.rhd 

Frühstück mit Meerblick - Debbie Johnson

Und nun kommen wir zum dritten Rezensionsexemplar, das mich im Monat Juni erreicht hat. Ich habe es ebenfalls beim Bloggerportal angefragt und musste es natürlich sofort lesen. Ich habe es total geliebt, die Figuren, die Handlung, der Humor...alles hat perfekt zusammengepasst und war einfach sehr passend und definitiv genau richtig, für eine romantische Sommerlektüre.
Und ist das Cover nicht einfach zauberhaft?

HIER findet ihr meine Rezension


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Sommersterne/Debbie-Macomber/Blanvalet-Taschenbuch/e477259.rhd 
 
Sommersterne - Debbie Macomber

Den dritten Band der Rose-Harbour-Reihe habe ich mir gekauft, weil ich einfach unbedingt wissen will, wie es weitergeht und weil ich leider kein Rezensionsexemplar mehr bekommen habe.
Wie ihr aber sicher schon wisst, hat es mir die Reihe um die wunderbare Jo Marie Rose, ihr romantisches Bed&Breakfast und ihre sympathischen Gäste sehr angetan.
Dieses Buch werde ich vielleicht im Juli schon, oder spätestens im August lesen, weil ich ganz gespannt bin, ob die Reihe genau so weitergeht, wie ich es mir schon ausgemalt habe :-)


Und noch ein wenig Statistik:
Geschenkte Bücher: -
Rezensionsexemplare: 3
Gekaufte Bücher: 1
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 4
SuB am Monatsbeginn: 184
Aktueller SuB: 178